Infos zum Dualen Studium u.a. im Bereich Sozialmanagement

sucheDuale Studiengänge kombinieren theoretische Vorlesungseinheiten und praktische Phasen in einem Unternehmen. Die Zahl angebotener dualer Studiengänge ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen und es werden Hunderte verschiedene Angebote in verschiedenen Fachrichtungen angeboten.

Weiterhin besteht eine immer größere Nachfrage nach Abiturienten, die ein duales Studium absolviert haben. Ein reines Universitätsstudium vermittelt zwar einen hohen Grad an Bildung, verfügt jedoch nicht über einen praktischen Bezug. Das duale Studium hingegen bietet gleichberechtigte Blöcke zwischen Theorie und Praxis und vermittelt schon während des Studiums Aspekte einer Berufsausbildung. Bei einem dualen Studium im Bereich Sozialmanagement wird das eigentliche Studium bei einer Hochschule um praktische Phasen in einem Unternehmen ergänzt.

Am Ende besitzen die Absolventen nicht nur das theoretische Wissen aus einer Vielzahl von Vorlesungen, kennen sich in einem praktischen Beruf aus und haben bereits Erfahrungen mit dem Arbeitsalltag.

Ein duales Studium wird in verschiedenen Varianten angeboten:

  • Bei einem ausbildungsintegrierenden Studiengang absolvieren die Studenten eine vollständige Berufsausbildung, während sie gleichzeitig studieren.
  • Schließlich verfügen sie über zwei Abschlüsse. Sie erhalten einerseits den Gesellenbrief der zuständigen Handwerkskammer und andererseits den Bachelor der Hochschule. In der Studienphase besuchen die Studenten Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und die Hochschule. Während eines praxisintegrierenden dualen Studiengangs wird das Studium durch Praxisphasen innerhalb eines Unternehmens ergänzt. Die Studenten absolvieren jedoch keine richtige Berufsausbildung, erhalten jedoch am Ende den Bachelor.
  • In der Regel wird zwischen Student und Unternehmen ein Vertrag abgeschlossen, der die Praxisphasen regelt. Berufsbegleitende duale Studiengänge werden von Arbeitnehmern absolviert, die neben ihrem Beruf studieren wollen. Berufsintegrierende Studiengänge werden gleichzeitig zu einer Teilzeitbeschäftigung durchgeführt.

Zielgruppe

Das duale Studium im Bereich Sozialmanagement richtet sich an Studenten, die bereits während ihrer Laufbahn an der Universität in direkter Verbindung zu ihrem späteren Betätigungsfeld stehen möchten. Es eignet sich auch für diejenigen, die einen großen Wert auf die Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten legen. Dies gilt insbesondere für Ingenieurberufe, in denen die Praxis eine große Rolle spielt.

Das Studium ist daher eine gute Möglichkeit, theoretisches Wissen mit praktischen Kenntnissen zu verbinden. Nach Angaben des „Stifterverbandes duales Studium“ absolvieren gegenwärtig in Deutschland 61.000 Personen ein duales Studium in etwa 900 verschiedenen Studiengängen. Dabei engagieren sich 26.000 Unternehmen in diesem Bereich. Viele Firmen bieten ihren Auszubildenden zusätzlich die Möglichkeit einer akademischen Weiterbildung an. Sie wollen damit die Qualität ihrer eigenen Mitarbeiter hochhalten und dem ausgebildeten Nachwuchs weitere Möglichkeiten innerhalb des Betriebes geben.

Voraussetzungen für ein duales Studium

bewerbungsanschreiben-aufbauWer ein duales Studium bestreiten will, muss den erforderlichen Nachweis erbringen und die entsprechende Befähigung besitzen. Für eine Bewerbung in einem Betrieb müssen die geistigen und körperlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Eine Bewerbung sollte schon frühzeitig begonnen werden, da man sonst lange Wartezeiten einhalten muss. Wurde in einem Betrieb ein Ausbildungsvertrag unterschrieben, ist dieser schon der erste Teil für ein duales Studium. Zweiter Bestandteil ist die Schulbildung, bei der in der Regel das Abitur gefordert wird.

Hiervon gibt es einige Ausnahmen, bei denen zum Beispiel eine fachgebundene Hochschulreife ausreichend ist. Manche Unternehmen gewähren Absolventen dualer Studiengänge das gleiche Gehalt, wie ihren „normalen“ Auszubildenden. Während der Praxiszeiten zahlen viele Firmen eine Praktikumentschädigung. Studierende müssen sich darüber im Klaren sein, dass ein ständiger Wechsel von Praxisphase und Vorlesungszeiträumen erfolgt.

In den Praxisphasen muss häufig zusätzlich zur Arbeit noch die Berufsschule besucht werden, während am Ende der Vorlesungsphasen oft Klausuren stehen. Ein duales Studium ist somit sehr arbeits- und zeitintensiv. Daneben muss berücksichtigt werden, dass es keine Semesterferien gibt und nur der Urlaub des Unternehmens genommen werden kann.

Studienverlauf

Das duale Studium beginnt in der Regel nach dem Ende der schulischen Laufbahn und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wurde dieser gefunden, erfolgt die Bewerbung an der Hochschule.

Der „duale Weg“ kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Entweder geht der Studierende seiner Berufsausbildung nach und widmet sich an ein oder zwei Tagen beziehungsweise am Wochenende dem Studium. Oder er studiert tagsüber und arbeitet während der Ferienzeit. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und sorgen aber für einen unregelmäßigen Ablauf des Studiums.

Je nach gewählter Fachrichtung und der Hochschuld beträgt die Studienzeit sechs bis zehn Semester. Das Studium selbst schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Der Student kann das Studium weiterführen oder seinen Beruf ergreifen. Je nach Studiengang können sich theoretische und praktische Phasen in Blöcken von einigen Wochen oder Monaten abwechseln. Der Student kann zum Beispiel das Semester an der Hochschule und die Semesterferien in einem Unternehmen verbringen. In anderen Studiengängen kann ein Wechsel wochen- oder tageweise erfolgen.

Der Student arbeitet zum Beispiel montags bis mittwochs in einem Unternehmen und besucht donnerstags und freitags die Hochschule. Ebenso gibt es die Möglichkeit, zunächst mit der Berufsausbildung zu beginnen und erst nach dem ersten Ausbildungsjahr in das Studium einzusteigen. Daneben werden noch Studiengänge als Fern- oder Onlinestudium angeboten. Hier wird der größte Teil des Studiums zu Hause absolviert.

Hochschulen und Abschlüsse

Duale Studiengänge werden in der Regel von Fachhochschulen (FH) und Berufsakademien (BA) angeboten. Sie sind jedoch an Universitäten nicht verbreitet. Staatliche Berufsakademien beziehungsweise duale Hochschulen existieren in Baden-Württemberg, Sachsen, Berlin und Thüringen.

In den Bundesländern Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein gibt es private Berufsakademien. In manchen Bundesländern, wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder Bayern bieten Fachhochschulen ebenfalls duale Studiengänge an. Alle Anbieter verleihen am Ende des Studiums den akademischen Abschluss Bachelor. Dadurch sind auch die formalen Voraussetzungen erfüllt, um ein Masterstudium zu beginnen.

Hochschulen und Abschlüsse

Duale Studiengänge werden in der Regel von Fachhochschulen (FH) und Berufsakademien (BA) angeboten. Sie sind jedoch an Universitäten nicht verbreitet. Staatliche Berufsakademien beziehungsweise duale Hochschulen existieren in Baden-Württemberg, Sachsen, Berlin und Thüringen. In den Bundesländern Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein gibt es private Berufsakademien.

In manchen Bundesländern, wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder Bayern bieten Fachhochschulen ebenfalls duale Studiengänge an. 

Ebenso kann eine Suche nach Postleitzahlen, Städten und Bundesländern erfolgen. Alle Anbieter verleihen am Ende des Sozialmanagement Studiums den akademischen Abschluss Bachelor. Dadurch sind auch die formalen Voraussetzungen erfüllt, um ein Masterstudium zu beginnen.

Vor- und Nachteile des dualen Studiums

janeinHauptgrund für ein duales Studium ist seine Praxisnähe, da schon während der Studienzeit Berufserfahrung gesammelt wird. Praxiserfahrung bietet ebenfalls Vorteile bei Bewerbungsgesprächen. Weiterer Vorteil ist der Erhalt eines staatlichen anerkannten Hochschulabschlusses (Bachelor). Ebenfalls können die Kosten für das Studium, zu denen Gebühren, Lernmaterial und evtl. eine Wohnung gehören, besser finanziert werden.

In manchen Fällen übernimmt sogar das Unternehmen die Studiengebühren, die schließlich ein Interesse daran haben, Nachwuchskräfte weiter an sich zu binden. Der Studierende hat den Vorteil, sich nach dem Studium keine Stelle suchen zu müssen. Alle Institutionen, die duale Studiengänge offerieren, verfügen meistens über gute Studienbedingungen.

Die Gruppen bestehen aus 10 bis 40 Personen und sind oft moderner ausgestattet. Nachteil ist die hohe Arbeitsbelastung, da ein solcher Studiengang in der Regel neben der regulären Arbeitszeit läuft.

Oft wird bemängelt, dass aufgrund des großen Praxisanteils der wissenschaftliche Anspruch des Studiums fehlt. Auch ist die vorzeitige Beendigung eines dualen Studiums nur schwer möglich und der Arbeitgeber kann ggf. eine Rückzahlung der Studiengebühren verlangen.

Duales Studium Sozialmanagement
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